Edgars Frage

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Edgar hat uns Folgendes geschrieben:

„Beat, does the design of ochs und junior watches still take account of Dieter Rams‘ ten principles of good design: 1) innovative, 2) useful, 3) aesthetic, 4) understandable, 5) unobtrusive, 6) honest, 7) long-lasting, 8) thorough, down to the last detail, 9) environmentally-friendly, and 10) as little design as possible? I think so – it’s my mese in a nutshell. ;-)“

(Facebook)

Design? Gestaltung? Welche Bedeutung hat das für ochs und junior??
An der Baselworld 2010 schlenderten Ludwig und ich durch die Messehallen und philosophierten über die Gestaltung der neuen Uhren. „Mir fällt auf, dass heute eine gewisse Beliebigkeit in der Gestaltungssprache Einzug hält. Die Form der Anzeige ist relativ unbedeutend veränderbar. Alles geht! Ich habe ja selber mit der Freak diesen Effekt beobachtet“, machte Oechslin klar…
Komplikationen und die entsprechende Gestaltung dazu. Viel ist mehr und mehr hat mehr Effekt. Oechslin denkt da anders! Für ihn ist Schönheit Funktion. Eleganz dann, wenn Klarheit sichtbar ist und die Uhr einen Nutzen hat.
Was ist nun die Antwort auf Edgars Frage? Wir denken, dass Ludwig für ochs und junior eine klare Designsprache geschaffen hat. Eine komplett zahlen- und buchstabenfreie Zeithorizontanzeige bei der mese

… und bei der selene. Die Lochungen und die Form der Zeiger und Indizes sprechen die Marke.

Einmal gesehen sind diese Produkte sofort ochs und junior zuzuordnen. Etwas, was selten einer Uhrenmarke ohne das Hilfsmittel eines Logos gelingt.
Einfachst zu bedienende Funktion bei der due ore, die als Ausnahme Zahlen für die zweite Zeitzone hat.
Oberflächen sprechen die Markensprache. Sichtbare Bearbeitungsspuren, an jedem Detail ist die Philosophie, die Ehrlichkeit, die Herkunft verständlich.
Es ist sichtbar, was wir mit der Marke von ochs und junior wollen. Funktionelle, schöne und intelligente Uhren für Menschen, welche sie nutzen wollen. Für Menschen, welche eben gerade kein Logo in Schrift haben möchten, sondern die subtile Sprache der Gestaltung verstehen und diese interpretieren können. Eine kleine Nische ist das – aber sie wächst! ochs und junior wird geliebt oder auch nicht – dazwischen gibt es nichts und das ist gut so.
Ist ochs und junior Design? Vielleicht! Das wunderbare daran ist: Oechslin hat nichts gesucht.
Die Gestaltung ist der einfachen Lösung verpflichtet, der hohen Nützlichkeit. Eine Uhr von Ludwig kann somit nur so aussehen: konsequent logisch. Und nun kann jeder seine Farben haben! Bei der tinta geht alles und immer, bei jeder noch so schrägen Farbkombination bleibt die Marke sichtbar. Wir gehen das Risiko ein… 🙂

Die grösste Freude für unsere Arbeit ist es, dass wir Menschen berühren. Wir kriegen das wunderbare Buch „Das Bauhaus“, verfasst von Hans M. Wingler, geschenkt, erhalten eine japanische „Wabi-sabi“ Vase und auch das Buch dazu. Gute Typen wie Edgar posten ihre neue ochs und junior auf Facebook.

Und die Lösung für die Datumsschnecke hat Ludwig aufgrund des Inputs eines Freundes aus Genf gefunden. Ja, der gleiche, welcher unsere Französisch-Unzulänglichkeiten aufgedeckt hatte. Das ist Freude und mit der im Herzen gehe ich nun für zwei Wochen in die Ferien!! 🙂

Danke Ihr Ochsenfreunde in aller Welt! Und noch etwas:

Wir haben das schon bei der MIH Uhr gedacht und nun auch bei ochs und junior: Ein Treffen mit all diesen Menschen, welche eine dieser Uhren tragen, würde ganz viel Kreativität und gutes Ideengut zusammen bringen. Spannende Menschen und spannende Geschichten. Und da es beide Uhren nur direkt zu kaufen gibt, kennen wir die meisten der Träger persönlich… Ist das Luxus? 🙂